Udo Simianer ... mal ganz privat

Nur ein gesunder Körper ist in der Lage Ressourcen für die eigene Leistungsfähigkeit bereit zu stellen. Daher, finde ich, sollte man seinem Körper etwas Aufmerksamkeit schenken. Gesunde Ernährung, Sport oder ein anderer Ausgleich sind Dinge, die oft vernachlässigt werden: „Der Körper muss Leistung bringen! Rund um die Uhr!“, so die Devise von vielen Führungskräften.

Oft werden Ruhepausen oder Erholungsphasen, um dem Körper etwas für seine „andauernde Betriebsbereitschaft“ zurück zu geben vergessen oder sogar als nicht erforderlich angesehen. Meine Leistungsfähigkeit hat sich durch die "Pflege des eigenen Körpers" enorm verbessert. Das kann ich nicht nur selbst feststellen und darüber hinaus ist das auch noch ein echt gutes Gefühl.

Hier ein paar Tipps, für diejenigen, die ihrem Körper auch etwas zurückgeben möchten oder vielleicht sogar schon lange nach geeigneten Mitteln dafür suchen.

Vitamine
Vitamine sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel zum größten Teil nicht synthetisieren kann. Sie müssen deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden. Einige Vitamine werden dem Körper präventiv (Provitamine) zugeführt, die der Körper dann erst in die Wirkform umwandelt.

Wo kaufe ich Vitamine?
Vitamine sollten Sie in Fachgeschäften und nicht im Supermarkt kaufen. Vereinzelt bieten auch Apotheken geeignete Präparate an. Wer Vitamine einnimmt, sollte sich meines Erachtens ein bisschen in diesen Fachbereich einlesen, da die Wirkungsweisen von Vitaminen von verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich beschrieben werden.


Alkohol
Alkohol beeinträchtigt enorm die Leistungsfähigkeit, und zwar nicht nur unmittelbar, sondern auch noch Stunden später. Jeder der mal eine „anständige“ Party am Wochenende gefeiert hat, merkt spätestens am Montag, dass alles so schwer und mühsam ist. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist beeinträchtigt, das Verantwortungsbewusstsein sinkt („ist heute nicht so wichtig“  und „mache ich, wenn es mir wieder besser geht“).

Ohne Alkohol lebt es sich besser, auch wenn manche Menschen meinen, bestimmte Situationen nur mit Alkohol ertragen zu können. Doch das ist ein anderes Problem. Ich trinke seit 1999 so gut wie keinen Alkohol mehr, das bedeutet nicht, dass ich auf ein gutes Gläschen Wein verzichten würde. Aber, es ist dann wirklich nur ein halbes Glas (also 1/8 l), und dazu trinke ich mindestens 1/2 l Wasser. Alkohol entzieht dem Körper Wasser; und das ist der Grund, warum jemand Kopfschmerzen bekommt. Haben Familie, Verwandte und Bekannte erstmal akzeptiert, dass jemand wenig Alkohol trinkt, fällt es gar nicht schwer, darauf zu verzichten.

Sport
Vielleicht geht es Ihnen im sportlichen Bereich so wie es mir ergangen ist: Dreimal hatte ich mich in der Vergangenheit bei Fitness-Studios angemeldet, und jedes Mal war ich der Überzeugung nun das richtige Studio gefunden zu haben. Leider hielt diese Überzeugung in jedem einzelnen Fall nicht länger als drei Monate! Zwischen den Fitness-Studio-Phasen versuchte ich es mit Tennis spielen, Joggen gehen, Judo und Karate. Wobei ich sagen muss, dass ich Karate vielleicht heute noch praktizieren würde, hätten mich nicht zwei private Umzüge zum Wechsel des Karate-Studios gezwungen.

Seit 2007 schwimme ich in der Wintersaison pro Woche zwischen 3.000 und 4.000 Meter. Von September bis Ende Mai gehe ich regelmäßig vier bis fünf Abende ins Schwimmbad. Durch eine Änderung der Öffnungszeiten, hat das Schwimmbad nun ganzjährig geöffnet, so dass ich meine sportlichen Aktivitäten ausgedehnt habe. Es scheint so, als hätte ich das gefunden, wonach ich gesucht habe. Ich kann jedem Unternehmer nur empfehlen, etwas für seinen Körper zu tun. Haben Sie noch nicht die richtige Sportart gefunden? Probieren Sie etwas Neues aus! Denn körperliche Fitness steigert Ihre Leistungsfähigkeit und hilft Ihnen dabei, dem anstrengenden Unternehmeralltag für ein paar Stunden zu entfliehen ...

Urlaub
Erholung ist wichtig. Ich weiß, dass viele Unternehmer und Selbständige es sich nicht trauen, sich einmal im Jahr für zwei Wochen aus ihrem Unternehmen auszuklinken. Aufträge, Angebote, die Kunden, die Lieferanten, die Mitarbeiter etc. fesseln an ihr Unternehmen. Es könnte möglicherweise gerade in der Zeit des Urlaubes ein Großauftrag ins Haus flattern. Meine Einstellung war viele Jahre genau so. Bis ich meiner Familie zuliebe beschloss, zehn Tage Urlaub zu machen. Ohne Handy und Laptop im Gepäck! Ich kann nicht beschreiben, wie sehr ich diese Tage genossen habe. Endlich mal erholen! In unserem Urlaub habe ich dann nicht nur die Erfahrung gemacht, richtig Energie zu tanken, sondern ich konnte mit vielen Ideen und mit neuem Tatendrang nach meinem Urlaub wieder ans Werk gehen. Seither sorge ich dafür, wenigstens einmal im Jahr ein paar Tage Urlaub zu machen, weil ich danach leistungsfähiger bin und die „verlorene Zeit“ locker wieder aufhole.

Lesen
Ein Buch zu lesen, war für mich bis ungefähr 2003 etwas vollkommen Fremdes. Buch? Lesen? Wenn überhaupt, habe ich in Fachzeitschriften geblättert. Eines Tages hatte ich dann ein ziemlich gutes Buch in der Hand, es handelte sich um eine Biographie eines sehr erfolgreichen Menschen. Plötzlich entwickelte sich in mir eine Neugier, nämlich mehr über erfolgreiche Menschen zu erfahren. Seither lese ich sehr viel über die, die nachweislich Außerordentliches in ihrem Leben erreicht haben. Aus guten Büchern hole ich heute noch meine Energien, Ideen und Tipps. Probieren Sie es doch auch mal aus!

Der besondere Kick ...
Seit frühester Kindheit fesselte mich die Fliegerei. Mit ungefähr 10 Jahren habe ich mein erstes Modellflugzeug geschenkt bekommen. Immer wieder war es mein Wunsch, selbst einmal ein Flugzeug zu fliegen. Im Laufe der Jahre, insbesondere nach Beginn meiner Selbständigkeit, interessierten mich Fragen wie: Welche organisatorische Regeln gibt es in der Fliegerei? Wie sind die Abläufe in einem Tower? Wer muss wann einschreiten? Wie hoch darf die Fehlerquote im Tower sein? Fragen, Fragen, Fragen! Bereits 1999 war ich kurz davor, die Privatpiloten-Lizenz zu erwerben. 2006 war es dann endlich so weit!

Die Fliegerei hat neben dem beruflichen Aspekt (organisatorische Abläufe und Zusammenhänge) noch einen weiteren: Bei der Fliegerei kann bzw. muss ich gedanklich abschalten. Über den Wolken herrscht grenzenlose Freiheit. Ich habe immer wieder Gespräche mit Fallschirmspringern und Fliegerkollegen bezüglich deren Erfahrungen in der Fliegerei geführt und alle berichten dasselbe: Die Fliegerei bietet eine geniale Möglichkeit, sich vom Alltagsstress zu verabschieden.

In einer Höhe von 3000 ft bis 6000 ft sieht die Welt ganz anders aus. Mir gibt dies z. B. die Gelegenheit zu erkennen, dass man sich wegen nichts aus der Ruhe bringen lassen sollte. Von dort oben sieht ein Haus gerade mal so groß aus wie ein Monopoly-Häuschen, Bäume wie Streichhölzer. Von „dort oben“ kann man nicht begreifen, warum man sich „dort unten“ wegen solchen Nichtigkeiten aus der Ruhe bringen lässt. Die Devise lautet „Abstand nehmen“. Zu diesem Thema schreibt übrigens auch Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt, dass ihm seine Fernreisen dazu verholfen haben, die Bundesrepublik Deutschland aus der Ferne betrachten zu können.

Wer sich mehr über meine Erfahrungen in der Fliegerei informieren möchte, dem empfehle ich meine Privatpilotenwebsite: www.simianer.net.