BWL-News Dezember 2011

Standardsoftware oder Individualsoftware?

Ein zentraler Aspekt in der heutigen EDV-Software-Planung ist der Grad des Einsatzes von Standardsoftware (SSW) im Vergleich zur Individualentwicklung, d. h. eine Software die maßgeschneidert und individuell auf

ein Unternehmen angepasst wird.

 

In Bereichen wie der Office-Unterstützung (z. B. Microsoft Office, Open Office), der Buchhaltung, dem Personalwesen oder auch der Auftragsabwicklung in Vertrieb und Einkauf gibt es zu marktüblicher moderner SSW kaum Alternativen.

Wann sollte jedoch eine Standardsoftware zum Einsatz kommen?

Gründe die für eine Standardsoftware (SSW) sprechen:

  • geringe Lizenz- und Entwicklungskosten im Vergleich zu den Kosten für die Programmierung einer Individualsoftware
  • Einführung von SSW ist bedeutend schneller
  • die Funktionalität ist von Anfang an gegeben
  • Erfahrungen aus anderen Unternehmensbereichen fließen mit ein
  • der Herausgeber entwickelt die Software weiter

Gründe die gegen eine Standardsoftware sprechen:

  • Lizenzkosten, die bei Individualsoftware (ISW) entfallen
  • ISW enthält nur Funktionen, die wirklich benötigt werden (SSW hat viele Funktionen die nicht genutzt werden können)
  • spezielle Funktionen sind verfügbar (gibt es bei SSW meist nicht)
  • keine Abhängigkeit vom Hersteller
  • ist auf die individuelle Unternehmensorganisation abgestimmt (Wettbewerbsvorteil [!], SSW standardisiert die Unternehmensabläufe, d. h. jeder Verwender arbeitet nach dem gleichen Muster)

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